Der Geigenbogen ist für den Musiker ebenso wichtig wie das Instrument. Der Bogen beeinflusst den Klang einer Geige entscheidend und nicht jeder Bogen harmoniert mit jedem Instrument.

Unsere aktuelle Auswahl an Geigenbögen finden Sie hier

 

Geigenbogen, Bratschenbogen, Cellobogen

Bögen bestehen grundsätzlich aus drei wesentlichen Teilen: Bogenstange, Frosch und Beinchen. Die Bogenstange ist bei hochwertigen Bögen aus Fernambukholz gearbeitet. Der Bogenkopf wird am unteren Ende durch die Kopfplatte verstärkt, welche meist aus Elfenbein, Silber oder sogar Gold gefertigt wird. Sie sorgt dafür, dass der Kopf der Bogenstange durch den Druck des Kopfkeiles (welcher die Haare festhält) nicht gesprengt wird.

Der Frosch sitzt am unteren Ende der Stange und wird in der Regel aus Ebenholz angefertigt. Das Beinchen, welches meist aus Silber besteht, befindet sich am Stangenende.

Im Beinchen ist die Bogenschraube befestigt. Die Bogenhaare werden im Kopf und im Frosch, jeweils mit einem Holzkeil gehalten und durch die Bogenschraube gespannt. Viele Meisterbögen tragen an der Stange in Höhe des Frosches die Signatur bzw. den Stempel des Bogenmachers. Die Bogenmodelle der einzelnen Meister unterscheiden sich wesentlich.

 


Hochwertige Geigenbögen: Meisterbögen für Geige, Bratsche und Cello

Ähnlich wie bei Streichinstrumenten sind auch bei Geigenbögen die Werke großer historischer Meister oftmals bis heute die gefragtesten und hochwertigsten. Eine ganz besondere Bedeutung kommt hierbei dem französischen Bogenbau zu, wo im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts  verschiedene Bogenbauerfamilien die Entwicklung des Streichbogens prägten und deren Werke bis heute führend sind.

Einige bedeutende französische Bogenmacher

 

Francois Xavier Tourte (1747 – 1835)

Francois Lupot (1774 – 1838)

Etienne Pajeot (1791 – 1849)

Claude Joseph Fonclause (1799 – 1862)

Nicolas Maire (1800 – 1878)

Pierre Simon (1808 – 1881)

Domique Peccatte (1810 – 1874)

Francois-Nicolas Voirin (1833-1885)

Joseph Alfred Lamy (père) (1850-1919)

Joseph Arthur Vigneron (1851 – 1905)

Eugène Sartory (1871 – 1946)

 

Bedeutende deutsche Bogenmacher

 

Familie Knopf seit Christian Wilhelm KNOPF (1767 – 1837)

Familie Nürnberger Markneukirchen, seit  Christian Gottlob NÜRNBERGER (1792 – 1868)

Familie Nürnberger Schönlind, seit Johann Christoph NÜRNBERGER (1839 – 1899)

Familie Pfretzschner, seit Hermann Richard PFRETZSCHNER (1857 – 1921)

Familie PENZEL, seit Emil Max PENZEL (1887 – 1953)

Familie PRAGER, seit Gustav PRAGER (1866 – 1953)

August Rau (1866 – 1951)

Hermann PRELL (1875 – 1925)

Gustav PRAGER (1866 – 1953)

Johann Christian SUESS (1829 – 1900)

Richard WEICHOLD (1823 – 1902)

Paul WEIDHAAS (1894 – 1962)

 


Geigenbögen in unserem Atelier

Eine unserer Kernkompetenzen sind französische Geigenbögen aus dem 19. Und 20. Jahrhundert. In unserem Sortiment führen wir stets eine Auswahl an interessanten Geigenbögen, Violabögen und Cellobögen verschiedener großer französischer, aber auch deutscher Meister.
Auch stehen wir im stetigen Kontakt mit den führenden internationalen Experten in Paris und London.

 

Beispiele: Geigenbogen aus unserem Sortiment

Die vollständige Auswahl unserer Meisterbögen und Instrumente finden Sie hier

Neubau von Geigenbögen, Bratschenbögen und Cellobögen

Neben Restauration, Reparatur und Behaarung von Bögen, fertigen wir auch neue Violinbögen, Cellobögen und Violabögen. Der französische Bogenmacher Christophe Collinet ist seit 1993 als freier Mitarbeiter für unser Atelier tätig. Seine Bögen zeichnen sich durch hohe Qualität und einen persönlichen Stil aus, welcher maßgeblich durch seine Zeit als Bogenmacher in Frankreich geprägt ist.

 

Reparatur von Geigenbögen

Wir führen sämtliche Reparatur- und Restaurationsarbeiten am Geigebogen, Cello- oder Bratschenbogen für Sie durch – von der Neubehaarung ihres Bogens bis hin zu komplexen Unfallreparaturen (siehe auch ‚Reparaturen‘).

 

 

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